Unsere Reise beginntDeutschland

Am 5. Juli verließen wir unseren „Heimathafen“ Burgtiefe auf Fehmarn. Zwei Wochen dänische Südsee lagen zunächst vor uns. In dieser Zeit wollten wir das Segeln, das Leben mit zwei Kindern auf dem Boot und natürlich unsere neu installierte Ausrüstung testen. Wir waren froh nach den vielen Arbeiten am Boot, endlich die Segel setzen zu können.

In den zwei Wochen in Dänemark hatten wir traumhaftes Wetter. Wir versuchten so oft wie möglich zu ankern und zu testen, wie lange wir tatsächlich ohne Hafen autark sein können. Wir waren erstaunt, wie viel Strom die Solarzelle doch liefert und wie lange unsere Wassertanks doch reichen. Besonders erfreut hat mich unser Warmwasserboiler – das macht das Haare waschen doch angenehm und auch Javik hat viel Spaß an einem warmen Bad im Planschbecken. Erstmalig konnten wir spüren, wie es sein würde, endlich unterwegs zu sein.

Unsere Rückfahrt nach Fehmarn war unsere erste Belastungsprobe. Der Wind kam unangenehm von vorn, etwas höhere Wellen noch dazu. Für unser Boot kein Problem. Das schwere Schiff braucht den guten Wind, um in Fahrt zu kommen. Unsere Jüngsten hatten leider nicht ganz so viel Spaß an der Fahrt. Javik musste sich tatsächlich übergeben, fand dies aber – wieder an Land – doch recht lustig. Dem müssen wohl erst noch Seebeine wachsen!

Wieder zurück auf Fehmarn standen noch einige Installationsarbeiten an. Die Windfahne musste noch angebracht werden, ausreichend Proviant und etliche andere Dinge gekauft werden. Bevor es wirklich losgeht, gönnen wir uns noch einen kleinen „Urlaub“ vom Boot und besuchen für eine Woche noch einmal die Familie.

Seit dem 30. Juli sind wir nun tatsächlich unterwegs und kommen leider aufgrund des Wetters langsamer voran als wir uns erhofft haben. Nachdem wir fast eine Woche in Laboe festsaßen, sind wir nun in Cuxhaven und warten auf das entsprechende Wetterfenster, um den Törn auf die Nordsee zu wagen. Die „Wartezeit“ auf das nächste passende Wetter gestalten wir uns so angenehm wie möglich. Wir sind jeden Tag am Strand und werden wahre Meister des Sandburgenbauens – Javik im Sandburgen kaputt hauen. Wir versuchen, Krebse zu angeln oder Quallen zu fangen. Bei schlechtem Wetter backen wir Waffeln oder gehen ins Hallenbad. Am schönsten auf unserer Tour sind jetzt schon die vielen netten Menschen, die uns besuchen kommen und uns bei unserem Abenteuer unterstützen oder die wir unterwegs bisher kennenlernen durften.

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