Unsere kleine „Reihenhaussiedlung“ in La Coruña

img_1597In La Coruña verbrachten wir eine Woche, nicht etwa nur da der Hafen so günstig war, sondern weil es uns dort wirklich unglaublich gut gefiel. Die Stadt ist wirklich nett und lädt zum Shoppen und Tapas essen ein. Vom Stadthafen aus ist man sofort in der netten kleinen Altstadt. Der riesige Vorplatz am Hafen war perfekt für Javik, um sein Rollerfahren zu perfektionieren und die zwei großen Spielplätze an der Hafenmauer waren sogar bis nachts um 1 Uhr noch von unglaublich vielen spanischen Kindern besucht. Also ein Paradies für Javik und für uns nach Erholung schreienden Eltern 😉

Jeden Tag trudelten weitere deutsche Boote in den Hafen ein, die die Biskayaüberquerung hinter sich gebracht hatten. Viele von ihnen kannten wir schon und es war ein tolles Wiedersehen. Alle hatten viel zu erzählen von ihren Erlebnissen auf der Biskaya und so saßen wir bis nachts zusammen und genossen die warme Abendluft in Spanien. Witzig wie man sich mit seinen Landsleuten zusammen rottet.

Die nächsten Tage waren ausgefüllt mit Boot putzen (Bens Seekrankheit hatte doch einige Spuren hinterlassen), Wäsche waschen (in La Coruña eine Tagesaufgabe, da der Hafen nur zwei Waschmaschinen und einen Trockner besitzt, die jeweils zwei Stunden benötigen und nach der Biskaya natürlich alle Waschen wollen) und Essen einkaufen. Erstmalig versuchte ich mich auch daran Bens Haare zu schneiden, was langsam wirklich bitter nötig war. Ich finde es hätte schlimmer ausgehen können 😉

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Nachdem die nötigen Arbeiten erledigt waren, ließen wir es uns einfach nur gut gehen. Wir saßen viel auf dem Vordeck und schauten Javik und Junus zu wie sie im dort aufgebauten Pool planschten. Wir plauderten viel mit unseren Bootsbekanntschaften und machten einen Tagesausflug nach Santiago de Compostela.dsc_6502

Nach und nach fuhr ein deutsches Boot nach dem anderen weiter und auch wir wurden wieder unruhig. Das Kap Finisterre lag noch vor uns, was berüchtigt für viel Nebel und schweren Seegang ist. Nach einer Woche sagten wir deshalb Adieu zu unserer liebgewonnenen „Reihenhaussiedlung“ und schmissen wieder den Motor an, denn fürs Segeln fehlte natürlich wieder mal der Wind. Auf uns warten nun die sogenannten Rias, ein Gebiet in Nordspanien mit schönen Ankerbuchten und tollen Sandstränden. Auf geht´s!

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