Die Zugvogelroute hinter uns lassen

– Bequia –

Tschüss sagen fällt immer schwer. Findet man andere Segler, die auf einer Wellenlänge sind, segelt man oft einige Strecken zusammen, ankert nebeneinander in Buchten und unternimmt gemeinsam Ausflüge. Schnell teilt man einzigartige Erfahrungen und nette Abende, die Gespräche werden schnell persönlich und helfen tut man sich unter Segeln sowieso wie man kann.

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Flaggenwechsel

– Guadaloupe –

Barbados, Martinique, Dominica, Guadaloupe… die Inselnamen und Staaten, die wir langsam nach Norden passieren reihen sich aneinander. Namen, mit denen man im Vorhinein nur vage Dinge verbunden hatte, vielleicht mal in einem Magazin einen Bericht gelesen, oder in anderen Reiseblogs erwähnt wurden. Jetzt liegen sie auch in unserem Kielwasser. Zusammen mit Erinnerungen an Buchten und Strände, Begegnungen, Klänge und Erlebnissen sowie hunderten von Fotos vermischen sich die letzen Wochen bereits jetzt teilweise zu einem Brei. Man muss schon die Namen der Buchten der Reihe nach aufzählen und das dort erlebte sich vor Augen führen, um den einzelnen Orten gerecht zu werden. Martinique verschwimmt zu einer Insel, doch in den einzelnen Buchten erlebten wir so unterschiedliches, dass die sortierten Fotos uns oft einiges erst wieder ins Gedächtnis rufen, und meistens lächeln und strahlen lassen.

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Karibische Nächte

 – Martinique –

Ich sitze spät nachts auf dem Deck und lausche den Klängen von karibischer Salsa, die von Land her auf mich zu wehen. Es ist stockfinstere Nacht und lau warm. An einen Pulli oder ähnlich Langärmliges habe ich schon seit Wochen nicht mehr gedacht. In Deutschland ist es gerade -10 Grad und Blitzeis. Unvorstellbar. An der Reeling hängt noch unsere frisch gewaschene Wäsche und schaukelt leicht im Wind. Um uns herum ist ein Lichtermeer – Ankerlichter soweit das Auge reicht. Schätzungsweise mehrere hundert Boote liegen mit uns in der Bucht von Le Marin in Martinique. Dicht an dicht liegen wir hier mit den unterschiedlichsten Booten, meist unter französischer Flagge. Trotzdem fühlen wir uns hier etwas einsam, fehlen uns doch merklich unsere Seglerfreunde, die noch auf der anderen Seite des Atlantiks weilen. 

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