Räumungsverkauf – alles muss weg!

Seit ein paar Tagen sind wir nun dabei, unsere Wohnung aufzulösen. Ein gutes Gefühl – endlich geht es los. Eigentlich dachten wir immer, wir hätten gar nicht so viel Krams. Schon seit unserem Einzug vor fünf Jahren haben wir nur das Nötigste angeschafft und uns versucht zu reduzieren. Trotzdem hat sich allerhand angesammelt, vor allem seitdem wir unsere zwei Kinder haben. Die sind noch so klein und brauchen (anscheinend) trotzdem so viel – verrückt!

In unserem Schlafzimmer türmen sich drei große Kistenstapel: einer fürs Boot, einer für Bens Eltern und einer für meine Eltern. Die Stapel wachsen und wachsen, vor allem der fürs Boot – wie soll das nur alles mit? Und vor allem – wie soll das auf nur 12m Länge verstaut werden?

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Nach und nach verschwindet alles aus der Wohnung, entweder auf der Mülldeponie, bei Freunden, verkauft über Ebay-Kleinanzeigen oder in Kisten, die bei unseren Eltern untergestellt werden sollen.

In den letzten Wochen haben wir uns zu leidenschaftlichen Ebay-Kleinanzeigen Verkäufern entwickelt! Alles, was wir nicht mehr brauchen, wird fotografiert und schnell bei Ebay hochgeladen. Kurze Zeit später melden sich schon die ersten Leute, kommen vorbei und tragen reihenweise unsere Möbel, Gardinen, Schränke etc. aus dem Haus. Das füllt die Reisekasse noch mal auf.

Das schlechte Gewissen nagt an mir, wenn ich mir überlege, was alles zu unseren Eltern soll. Durch die Taktik, alles erst nach und nach in kleinen Päckchen zu meinen Eltern zu bringen, hoffe ich, dass es ihnen nicht ganz so arg auffällt, wie viel alles doch ist… Habe ich doch noch die Worte meines Vaters im Kopf, als ich ihn fragte, ob ich ein paar Dinge bei ihnen unterstellen kann – UND WO SOLL DAS ALLES BEI UNS HIN?

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Dabei bin ich sehr froh über die Unterstützung unserer Eltern! Ohne sie müssten wir noch mehr liebgewonnene Gegenstände bei Ebay verkaufen und ich würde mich noch mehr mittellos fühlen. Der Gedanke an das Wiederkommen nach unserer Reise, und dann ohne Wohnung, Möbel, Auto dazustehen, schiebe ich konsequent beiseite. Erst einmal losfahren, loskommen, Dinge loswerden. Für die nächsten Jahre brauchen wir ja zum Glück nur sehr wenig – mit viel Sonne und gutem Wind wäre ich ja schon zufrieden.

 

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