Atlantiküberquerung von den Kanaren zu den Kap Verden – Start

28.11.2016:

Die Crew ist komplett. Nun noch letzte Vorbereitungen für die Atlantiküberquerung. Die To-Do-Liste war lang. Die Proviantierung ist erledigt, die Gasflaschen sind neu gefüllt, wir haben ausklariert. Noch einmal Wetter checken, dann kann es losgehen.

1.12.2016:

Wir sind unterwegs. Voll gepackt mit Wasser, Essen und Diesel hieß es Dienstag um 16:30 Uhr ablegen aus Porto Mogan. Ich war schon sehr nervös die Tage zuvor, einmal weil das Wetter viel Motoren angesagt hatte, vor allem aber wegen dem, was alles am Boot kaputt gehen könnte. Schließlich scheinen die Horrornachrichten bei Langfahrtseglern, wie mahnende Mantras immer wieder neu erzählt zu werden. Schau ich mir unser Boot aber an, empfinde ich inzwischen großes Vertrauen. Die bisherigen vielen Meilen bis zu den Kanaren mussten wir nichts reparieren, ja selbst nichts austauschen, und sind mit dem Boot und seinen Eigenschaften sehr zufrieden. Jetzt bekommt unsere Lady die Möglichkeit, über die nächsten 2800 Meilen sich zu beweisen!

Meine Anspannung legte sich dann sehr schnell mit dem Ablegen. Vermutlich ist es nun auch einfach das Wissen, nichts mehr ändern oder einkaufen zu können. Das Boot ist fertig und läuft, tun muss ich nichts mehr. Nur alle Systeme am Laufen erhalten. Außerdem tut es gut, einen erfahrenen Segler dabei zu haben, der bereits solche Etappen gesegelt ist. So lerne ich schnell andere Möglichkeiten des Trimmens und kann immer eine zweite Meinung einholen. Außerdem kann ich zum ersten Mal mir Zeit nehmen und an allem zuppeln und einstellen. Wahnsinn, wieviel Zeit so ein Tag hat, wenn nicht zwei kleine Kinder versorgt und umsorgt werden wollen.

Trotzdem vermiss ich unsere gemeinsame Familien-Segelzeit jetzt schon. Es war schon ein großer Kompromiss, dass Steffi in 5 Wochen mit den Kids nachkommt. Schließlich wollten wir die Elternzeit gemeinsam verbringen. Ich denke aber, die Wochen gehen für uns beide schnell rum.

Zwar mussten wir bereits 24 Stunden motoren, die übrige Zeit war uns aber mit herrlichstem Segeln bei annähernd glatter See beschert. Gerade laufen wir mit Halbwind und 6 Knoten Richtung Kap Verden. Da es eigentlich nur nach motoren aussah, halten wir uns die Option dort noch einmal Zwischenstopp zu machen, um nach zu Bunkern, offen. Die Moral an Bord ist vor allem durch die Premium-Bedingungen super. Nur die beim ins Boot holen verlorene Goldmakrele hat uns sehr geärgert.

28.11.2016: Die Crew ist komplett. Nun noch letzte Vorbereitungen für die Atlantiküberquerung. Die To-Do-Liste war lang. Die Proviantierung ist erledigt, die Gasflaschen sind neu gefüllt, wir haben ausklariert. Noch einmal Wetter checken, dann kann es losgehen.

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