Ach wie schön ist…Friesland!

Ach wie schön ist…Friesland! Panama kommt ja erst noch, aber Friesland mit dem Wirrwarr an Wasserstraßen und befahrbaren Seen, süßen Dörfchen und idyllischen Liegeplätzen am Schilf hat uns gut gefallen. Bei bestem Wetter konnten wir entspannt gen Süden fahren, vorbei an Kuhwiesen, vielen Brücken und Schleusen ging es durch Nordholland nach Stavoren. Der Wind drehte kurz auf Nord und wir konnten entspannt durchs Ijsselmeer nach Amsterdam fahren.

Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie entspannt unser doch so nahes Nachbarland wirkt. Irgendwie sind die Städtchen lieblicher, das Abendlicht blauer und die Welt ruhiger. Wo findet man sonst gepflegte Stege mitten in der Natur verstreut, an denen man für einige Tage umsonst festmachen darf. Die Fahrt durch Holland fühlte sich wie Urlaub an und nach nettem Besuch aus Paderborn entschlossen wir uns gut gelaunt bei leichtem Wind bereits bei Amsterdam die „Staande Mastroute“ – die von Nord nach Süd durch Holland führt und dank unzähliger Brücken und Tunnel mit stehendem Mast befahren werden kann – wieder Richtung Nordsee zu verlassen.

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Ijmuiden, das Tor zur Nordsee, erwartete uns mit stinkenden Schornsteinen. Da die Tide passte segelten wir unmittelbar weiter bis nach Scheveningen, unsere bisher schönste Etappe. Diesmal blieb die Seekrankheit beim Großen fast aus. Zumindest hat er sich gut gelaunt mitten im Duplo spielen in eine Kiste übergeben, vorher war ich jedes Mal die Zielscheibe. Erstaunlich wie danach das Autorennen sofort weiter gefahren wurde. Aber anscheinend war es sehr spannend, wenn die Autos nebeneinander aufgestellt bei jeder Welle wie von Geisterhand quer durch die Kabine erneut los sausten. Die Welle und der Kurs erlaubten es sogar endlich die Angel auszupacken. Sehr zur Freude von Javik. Warten ist allerdings nicht seins und ich konnte unzählige Male die lange Leine wieder einholen, da beim Rauslassen ein unwiderstehliches Rattern aus der Rolle ertönt. Ein guter Start! Mit Vorfreude schauen wir inzwischen auf die langen Etappen durch den Ärmelkanal gen Frankreich.

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Scheveningen scheint als Transithafen sehr beliebt zu sein. Für uns lohnte der Besuch und der schöne Südstrand den Stop einige Tage zu verlängern. Demnach freute uns der Umstand, dass der Hafen jeden Tag bis zum Bersten gefüllt war und wir „nur“ einen Platz im Vorhafen bekamen – ohne Versorgungsmöglichkeiten, dafür umsonst. Mit dem Beiboot Erledigungen zu tätigen, fühlt sich dann auch schon mehr nach Langfahrtsegeln an. Mit Holland fing auch der Verlust der Wochentage an. Für uns ebenfalls das Zeichen, wir sind beim Langfahrtsegeln angekommen, wenn man nicht mehr auf Anhieb weiß, welcher Tag ist. Ist ja auch nicht mehr so wichtig. Nur das tägliche Wetter kontrollieren erinnert an die Benennung des heute.

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